Canada, 19.04.04 - 25.04.04 |
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Im Moment befinden wir uns auf Rundreise durch die Städe im Osten Kanadas (Toronto, Ottawa, Montreal) inklusive Abstecher in die USA (New York, evtl. Boston oder Washington). Ich werde versuchen, ab und zu kurze Berichte und Bilder ins Internet zu stellen. Conrad hat auf seinen Seiten auch nette Berichte und schöne Bilder. MontagDa das Wetter heute etwas besser war, haben wir uns auf den CN Tower gemacht, mit über 450m einer der höchsten freistehenden Türme der Welt. Leider war die Sicht nicht ganz so toll und die Besucherplattform war auch nur auf 350m, aber es war schon recht beeindruckend. Dieses schöne Gebäude ist das Parlament von Ontario, dessen Hauptstadt Toronto ist. Da dort gerade Sitzung war, haben wir uns das mal angesehen, das war recht amüsant. Es ist eine Redeparlament, indem alle zum "Mr. Speaker" (Parlamentspräsident) reden und sich nicht direkt ansprechen. Leider durfte man keine Fotos mit hinein nehmen. Im Moment sitzen wir gerade in einem Plattenladen, in dem es kostenlos (!) WLAN gibt. Gestern waren wir noch über ein Internetcafe online, aber dort hat Markus praktischerweise eine Liste von Hotspots (kostenlosen drahtlosen Internetzugängen) für ganz Kanada heruntergeladen, so dass wir nun auf unserer Rundreise regelmäßig Internet haben sollten. DienstagHeute haben wir mit unserem neuen Mietwagen einen Ausflug zu den Niagara-Fällen (ca. 100km von Toronto) gemacht. Diese liegen direkt auf der amerikanisch-kanadischen Grenze und es gibt genauer gesagt zwei Niagara-Fälle: Einen amerikanischen und einen kanadischen, wobei der kanadische um einiges schöner (und bekannter) ist. Das Wetter war nicht ganz so gut und die Fälle aufgrund der starken Kontraste nur sehr schwer zu fotographieren. Richtig lustig war aber, dass wir dort zwei Kommilitionen aus Vancouver getroffen haben, die sich gerade an der University of Waterloo (ebenfalls in der Nähe) bewerben. Da vergisst man doch glatt, dass Kanada das zweitgrößte Land der Welt ist. Das heimische Eishockey-Team von Toronto, die Toronto Maple Leafs (nein, kein Schreibfehler), haben heute das entscheidende Play-Off-Spiel gegen Ottawa (unserem nächsten Ziel) gehabt und gewonnen. Danach war dann hier auf den Straßen die Hölle los, dabei war das wohl erst das Achtelfinale. Heute haben wir übrigens einen kostenlosen Hotspot in einer Einkaufsmall, gegenüber eines (inzwischen geschlossenen Telekommunikationsladens gefunden). MittwochHeute war ein Überführungstag nach Ottawa, den wir hauptsächlich im Auto verbracht haben. Wir haben einen Teil der Strecke extra abseits der Autobahn gewählt, um ein bißchen die Gegend außerhalb von Großstädten zu erleben. Die Dörfer dort sind ziemlich trostlos und ansonsten gibt es viel See und Wald. An einem der Seen wollten wir dann ein Picknick machen, wurden aber zuerst von den Mückenschwärmen abgeschreckt. Nachdem wir einige verschiedene Seen ausprobiert hatten, wurde uns klar, dass die hier wohl überall sind und haben uns dann mit ihnen arrangiert. Nach ein paar Minuten sind sie uns dann auch kaum noch aufgefallen, sie waren gar nicht so schlimm. Und dafür haben wir 30 Minuten nach einem mückenfreien Platz gesucht. Da haben wir uns wohl als echte Städter geoutet. Abends kamen wir dann in Ottawa, der Hauptstadt von Kanada an. Hauptattraktion dort sind das Regierungsviertel und viele Museen und wir haben abends schon mal einen kleinen Rundgang durch ersteres unternommen, um einen Überblick über die Stadt zu bekommen. Das angestrahlte Gebäude ist das Hauptgebäude, in dem beide Kammern des Parlamentes tagen. DonnerstagBei wunderschönem Wetter haben wir uns Ottawa dann heute richtig angesehen. Die ganzen Regierungsgebäude sind schön auf dem sogenanten "Parliament Hill" am Ottawa River gelegen. Glücklicherweise war das Parlament gerade in Sitzung und wir haben uns die "Question Period" angesehen, in der die Regierung der Opposition Rede und Antwort stehen muss und in der es (wenn auch mit britischer Höflichkeit) ganz schön zur Sache ging. Dort durfte man aber leider keine Fotos machen. Die Flaggen stehen übrigens für die ganzen Provinzen von Kanada. FreitagNachdem wir unser Auto zurückgegeben haben, begannen wir unsere Montreal-Tour mit der katholischen Kathedrale. Die haben es sich damals recht einfach gemacht und einfach den Petersdom nachgebaut, allerdings nur 1/4 so groß. War trotzdem noch recht imposant. Danach haben wir uns die McGill-Universität, eine der Elite-Unis Kanadas angesehen und sind auf den dahinterliegenden "Mont Royal" gestiegen, von dem man eine tolle Sicht auf Montreal hatte. Auf dem "Gipfel" thront ein großes Kreuz über Montreal, bei dem wir eine gemütliche Pause gemacht und uns gesonnt haben. Conrad hat gleich mal gebrauch von seinem neuen iPod gemacht. SamstagWir konnten es nicht lassen, uns heute alle gemeinsam in Internetcafe zu setzen, um alle bei Topcoder mitzumachen. Für die anderen drei war es das erste mal und sie haben sich alle recht gut geschlagen (mit einem hervorragenden 2. Platz für Wolfgang in Division 2). Ich habe einen dummen Fehler gemacht und deswegen nur das leichte und mittlere gelöst. Für das schwere Problem hätte ich einfach nur eine Zeile auskommentieren (!) müssen. Danach haben wir das Internet genutzt, um unsere weitere Reiseplanung zu vervollständingen: Am Montag, den 26. fahren wir mit dem Zug von Montreal nach New York, am 1. Mai mit dem Greyhound nach Washington und am 3. Mai mit dem Greyhound zurück nach Toronto, von wo aus wir nach Calgary in die kanadaischen Rocky Mountains fliegen werden. SonntagHeute haben wir uns zunächst die Basilika de Notre Dame, die berühmteste Kirche von Montreal angesehen. Das innere ist in französischem neu-gothischen Stil gehalten und der berühmten Kapelle in Paris (habe den Namen vergessen, war aber mit Moni dort) nachempfunden. Danach besuchten wir dann das Olympiagelände, auf dem 1970 die (Sommer-)Olympiade stattgefunden hat. Das Dach des Stadions im Hintergrund sollte theoretisch von dem riesigen (190m hohen) Turm aus angehoben werden können, aber das hat wohl nie funktioniert und die ganze Konstruktion wurde auch erst 1990 (also mit gerade mal 20 Jahren Verspätung) fertiggestellt. Es gab da wohl einige Korruptionsskandale und ähnliches. Gut zu wissen, dass nicht nur wir Deutschen Probleme mit Großprojekten (siehe LKW-Maut) haben... |
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